Kindergarten Hälden Ingelfingen

Kontakt:

Städt. Kindergarten Hälden
Josef-Rilling-Straße 9
74653 Ingelfingen

Tel.: 0 79 40 / 5 79 46

 

Für MINTec zuständige Erzieherinnen:
Frau Martina Wilhelm und Frau Ina Seber

Betriebspartner:
Fa. Bürkert in Ingelfingen

 

Praxisbericht von Martina Wilhelm und Ina Seber:

Das übergeordnete Thema der MINTecWerkstatt lautete „Bauen und Konstruieren“. Doch wo - außer in der Bauecke - kann man noch bauen und konstruieren, etwas, das man hinterher richtignutzen kann ? Gemeinsam machten wir uns auf den Weg dies zu entdecken. Ein Weg, von dem wir zu Beginn des Projektes noch nicht wussten, wohin er uns führen würde. Nur der Start, der war uns schnell klar.

Rohre
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir vor der Haustür  bzw. vor dem großen Panoramafenster unseres Gruppenraumes eine Baustelle: unser Kindergarten wird vergrößert und erhält hierzu einen Anbau. Jeden Tag  beobachteten die Kinder das Treiben auf dieser Baustelle. Wir sahen, wie der Bagger die Grube aushob, wie Gräben angelegt wurden und in diese dann Rohre verlegt wurden. Die Bauarbeiter, denen wir immer wieder  Fragen stellten, erklärten uns, dass durch diese Rohre das frische Wasser ins Haus fließt und das verschmutzte Wasser wieder aus dem Haus heraus geleitet wird: von der Spülmaschine, den Waschbecken, der Waschmaschine und den Toiletten.
Wir Erzieherinnen beschlossen, die Sache mit den Rohren aufzugreifen, und als Start für unser Projekt „Bauen & Konstruieren“ zu nutzen. Wir stellten den Kindern in unserer großen Eingangshalle Röhren in den verschiedensten Varianten zur Verfügung. Auch Bälle in unterschiedlichen Größen standen zur Verfügung und Werkzeug lag bereit. Angeregt durch diese Materialien experimentierten die meisten Kinder der Gruppe über eine Stunde und setzten sich hierbei mit unterschiedlichsten Fragestellungen auseinander:

Kinderkonferenz
An einem der nächsten Tage hielten wir eine Kinderkonferenz ab. Es kam die Frage auf, wer Lust auf eine eigene richtige Baustelle hätte. Das Interesse war groß und die Kinder hatten viele Ideen was wir bauen könnten: Tierpark, Schiff, Bulldog, Kocherfluss.... Nachdem wir den Platz angeschaut hatten, den wir im Garten für unser Bauwerk vorgesehen hatten, sind wir die Ideen noch einmal gemeinsam mit den Kindern durchgegangen und überlegten, welche Idee am besten zu diesem Platz passen würde. Übrig blieb ein Vorschlag: ein kleines Haus/Hüttchen.

Insgesamt 14 Kinder hatten Interesse beim Projekt „Baustelle“ mit dabei zu sein. Daraufhin haben wir sie in zwei Gruppen eingeteilt. Die jüngeren Kinder malten zunächst ihre Vorstellungen auf. Die älteren Kinder schauten sich Bilder von verschiedenen Hüttenkonstruktionen aus Naturmaterial an  und malten sich auf, was für Materialien für unsere Hüttenidee zu besorgen wären. Die Gruppe der älteren Kinder bestimmte selbstständig ein Kind zum Architekten. Dieser zeichnete dann von sich aus einen Grundriss und nahm seine Aufgabe als Bauleiter unverzüglich auf: nach Beendigung bestimmter Arbeiten sagte er zu den ausführenden Kindern/ Bauarbeitern „Gut gearbeitet!“

Waldtag
Beim nächsten Naturtag sammelten die Kinder im Wald Holzstöcke für unsere Baustelle. Nach einer Phase des Überlegens entschieden die Kinder, dass jeder aus der Projektgruppe einen Stock  in den Kindergarten transportieren soll. Zwei Kinder wollten unbedingt  einen riesigen Ast mitnehmen. Mit ihrer Ausdauer haben sie uns Erzieherinnen ganz schön überrascht. Bei einer Rast gingen sie beispielsweise ein Stück voraus, um zu schauen, ob sie mit ihrem sperrigen Ast überhaupt das kommende schmale Wegstück bewältigen können. Obwohl sie oft hängen blieben und es sogar Tränen gab, haben sie durchgehalten, und den Ast bis zum Kindergarten getragen.

Baustelle einrichten und Baugrube ausheben
Dann ging es zum ersten Mal auf unsere Baustelle. Alle Kinder hatten „Bauarbeiterkleidung“ an. Manche Kinder brachten sogar Werkzeug und Material wie z.B. Handschuhe, Meterstab und einen Bagger von zu Hause mit. Gemeinsam hatten wir die ersten Schritte besprochen: die Baustelle abstecken und einzäunen, sowie ein Loch graben. Der „Architekt“ hatte seinen Plan dabei, mit ihm wurde alles besprochen. Die meisten Kinder haben gegraben und ein paar haben die Schubkarren hin und her gefahren. Ein Bauarbeiter von der großen Baustelle transportierte  mit dem Baukran einen großen Kübel herüber, in den die Kinder ihre ausgegrabene Erde schütten durften. Das Graben war  für die Kinder sehr mühsam. Dennoch blieben viele  sehr ausdauernd dabei. Sogar am Nachmittag und an den folgenden Tagen waren sie mit Begeisterung mit Graben beschäftigt.

Exemplarisch einige Erfahrungen der Kinder:

Rohre verlegen
In Person von Hr. Winterhalter, war sogar ein Fachmann vom Bauhof zu Besuch und hat mit uns gemeinsam die Rohre verlegt. Zuerst haben alle Kinder geholfen ein Gefälle mit Sand zu machen, damit die Rohre schräg liegen und das Wasser hindurch fließen kann. Danach durften einige Kinder mit zum Bauhof fahren und das benötigte Material holen: Rohre, Säge, Gleitgel...Dann konnte es richtig losgehen.
Ein Rohr war zu lang, es musste abgesägt werden. Dann wurden die Rohre ineinander gesteckt. Ein Kind schlug vor, jetzt mal Wasser durchlaufen zu lassen, um zu schauen, ob wir die Rohre richtig gelegt haben. Das haben wir dann auch erfolgreich ausprobiert . Anschließend waren alle Kinder daran beteiligt die Rohre mit Sand abzudecken. Zum Schluss besprachen wir, dass uns jetzt noch Split zum Auffüllen der Grube fehlt. Die Kinder machten sich Gedanken woher wir den bekommen und wann wir die Grube auffüllen wollen.

Erfahrungen und Aussagen der Kinder:

Bei einem weiteren Arbeitseinsatz mit Herrn Winterhalter vom Bauhof wurde der Split verteilt. Von der Traktorschaufel aus schaufelten die Kinder ihn in ihre Schubkarren, und von dort aus in unser Loch.

Erfahrungen und Aussagen der Kinder:

Tonsteine herstellen
Heute waren wir neben dem Kindergarten auf einem großen Erdhügel um Erde für unsere Lehmbausteine zu holen. Jedes Kind vom Bauprojekt hatte Arbeitskleidung, eine Schaufel und einen Eimer zum transportieren der Erde. In unserem Bollerwagen war eine große Schüssel, in die die Kinder ihre gefüllten Eimer  schütten konnten. Zurück im Kindergarten vermischten die Kinder die Erde mit Wasser und etwas Stroh. Denn dadurch entstandenen „Lehm“ füllten wir in Bausteinformen aus Milchtüten . Dann hieß es warten, denn der Lehm musste erst mal trocknen.

Erfahrungen und Aussagen der Kinder:

Weitere Informationen und Bilder unter www.mint-zentrum.de

 

Über uns | Impressum | Kontakt | ©2008 Innovationsregion Kocher & Jagst e.V.